Erinnerungen, die das Heute und Morgen bewegen

WEGführung aus der Vergangenheit in die Zukunft

Gedanken über das Erinnern und die Erinnerungskultur

Würzburger Kulturtage 2012, organisert vom Kunstforum Würzburg, systemrelevante Kunst und ARTattac

Aufschlussreiches über das Erinnerungsvermögen und die Bedeutung der Erinnerung sind zu finden in geistes-, natur-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Publikationen.

Erinnerungen sind autobiografische Leistungen des Gedächtnisses über bereits stattgefundenen Ereignisse, Episoden und Begebenheiten. Das Erfahrene prägt den Geist des Menschen im unterschiedlichen Maße. Die Konsequenz aus der Erinnerung wird unterschiedlich umgesetzt, bleibt in der Vergangenheit haften oder nimmt Einfluss in die Gegenwart. Die Fähigkeiten zum Detail, Zusammenhänge und Vergleiche zu schaffen, zeitliche Abläufe zu realisieren sind bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Erinnerungen betreffen Einzelpersonen und finden sich auch in Gruppen wieder. Diese Wahrnehmung der Erinnerung ist subjektiv. Erinnerungen sprechen zudem alle Sinne (Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken) und Gefühle an.

Der Begriff Erinnerungskultur hat meiner Meinung nach keine exakte Definition.

Die schöpferische Leistung eines oder mehrerer Menschen erhält auch wichtige Impulse aufgrund der persönlichen Erinnerung. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erfährt Wandel in der Persönlichkeit, in der Gesellschaft und prägt Sichtweisen über ein Geschehen. Aktuelles und zukünftiges Zeitgeschehen wird auch einmal Vergangenheit sein.

Ein geistiges Vermögen wird geschaffen, welches sich nicht nur im Wandel einer begrenzten Zeit bewegt. Ein Vermögen wächst, welches sich mit den menschlichen Hintergründen beschäftigen kann. Wecles fragen und Antworten äußert nach den Warum, Wozu und Wohin. Die Wiederkehr negativer Kreisläufe kann durchbrochen werden.

Erinnerungskultur ist auch gepaart mit einem gesellschaftlichen und individuellen Bewusstsein zu weiteren geistigen und gestaltannehmenden Prozessen. Wer in der Erinnerung haften bleibt, wird aus der Geschichte wenig Entwicklung in die Zukunft tragen. Was zählt, ist die weiterführende und weiter geführte Kommunikation und Interaktion, die nicht nur ein unfertiger themenbezogener Dialog sein muss.

Beispielsweise kann der Besuch eines historischen Ortes das gegenwärtige Denken des Besuchers verändern und ihn für das Thema sensibilisieren. (gilt auch für eine Ausstellung, eine Stadtführung, ein Buch, eine Dikumentation….. ) Aber genauso kann ein Denkmal, welches in der Vergangenheit haften bleibt, keine oder wenig Wirkung auf das Jetzt oder die Zukunft haben.

Erinnern wir uns an persönliche Ereignisse, die uns emotional bewegen müssen wir entscheiden, ob in der Erinnung leben wollen der ob die Erinnerung den Impuls gibt, sich oder anderes zu verandern. Die Freiheit den Weg der Erinnerung zu bestimmen , die haben wir, solange wir nicht in Stereotypen denken.

Kultur erinnert, verbindet, schafft Neues

Künste reflektieren, verändern und setzten neue Impulse frei.

 

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Muse zur Musa – Kollateralkunst in Köln

Irrwege oder irre Wege. Einmal im Jahr findet der Musa-Abend in der Burgstraße 199 in Köln statt.

http://blog.musa-kollateralkunst.de/

http://www.musa-kollateralkunst.de/

Es ist ein Irrweg die Musa mit der Muse zu verwechseln. Alles Banane (Musa=Banane) und genau das trifft auf den irren und bananenbekleckerten Weg zu, den Wirtschaft und Politik einer Bananenrepublik den Künsten mehr oder weniger schmackhaft  anzubieten hat.

Wenn Detlef Kirchner politisches und wirtschaftliches Zeitgeschehen mundgerecht serviert, kann ein Zwiespalt auftreten. Der üble Geschmack einer fauligen WirtschaftsBanane steht im regen Wechsel mit der erfrischenden Wirkung eines feinen KulturBananenShakes. Egal wo Musa auf den Weg zu finden ist – geistige  Nahrhaftigkeit über AusrutschVERMÖGEN bis hin zur einer wachstumsreichen  Kulturpflanze macht Musa zu einem besonderen kulturellen Ereignis. Die deutsche Bananenrepublik ist der Musa Heimat.

Detlef Kirchner ist der Macher, der sich in der Kunstszene und im Internet rar macht. Ein eloquenter Grafiker, Maler, Darsteller und Programmierer mit außergewöhnlichen Kenntnissen in Wirtschaft und  Politik. Mit Massenspektakel haben seine künstlerische Arbeiten absolut nichts zu tun. Auch ist es ihn nicht wichtig, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Das erscheint mir nicht notwendig, denn seine Abende sind nicht einfach zu verdauen. Ausreichendes Hintergrundwissen über Wirtschaft, Bankensysteme und Politker sind zu empfehlen. Diese Kultur macht nicht  aufmerksam, sie  zerlegt und zersetz das Zeitgeschehen und befasst sich auch mit der Wurzel des Neoliberalismus und seiner Handlanger.

Kirchners SchaffensRäume sind ein Atelier,  ein Kellertheater und eine Garagengalerie.  Hier herrscht ein besonderer Kellergeist, der die zynischen Bühne der globalen und nationalen Machenschaften mit gleicher Münze heimzahlt. Kirchner hat zudem virtuelle Firmen gegründet, die mit  gekonnten Wortspiel, dokumentarischer WiederAufbereitung   und treffender Grafik namensähnlichen Unternehmen Konkurrenz macht. Die andere Seite einer Münze eben.

Kirchners Grafiken,  Malerei, Pastellzeichnungen, Installationen, Digitalanimationen, und originelle interaktive Programmierspielchen sind mehr als sehens- und erlebenswert. Leider auch wenig im Internet zu sehen. Aber das kann neugierig machen auf den MusaAbend in einer geschätzten Kammer.

Wir werden im kommenden jahr auch außerhalb des Abend ein Treffen für Interessierte organisieren.

Detlef Kirchner, Wolf Tekook und ich stellten in diesem Jahr mit anderen Künstlern zum Thema “Börsenindex Mensch” in Hüfingen bei Karin Seitz in der Galerie KUNST!punkt aus. www.kunst-punkt.blogspot.de/2012/07/vernissage-borsenindex-mensch.html   Bilder der Ausstellung  www.photoshopshowcase.com/ViewFlashMedia.aspx?AID=357678&AT=3

Alles Banane oder auch:  viel Stärke und noch mehr Glucose für den Geist.

 

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10 Thesen zur Kunst

1. Kunst ist jede Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist.

Kann ein Mensch sich gut verbal in der Öffentlichkeit artikulieren, spricht man von Redekunst.
Behandelt ein Arzt einen Patienten gut, nennt man es Heilkunst.
Schafft es ein Mensch, einem Granitblock durch Behauen eine Gestalt zu entlocken oder eine Leinwand mit Farbe zu bedecken, nennt man ihn einen bildenden Künstler.
Tanzt ein Paar auf der Bühne den Pas de deux, dann stehen zwei darstellende Künstler auf den Brettern, die die Welt bedeuten.

2. Kunst im engeren Sinne – das sind Ergebnisse menschlicher Tätigkeit, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.

Setzt ein Mechatroniker einen defekten Motor instand, so folgen seine Handlungen einem festen Ablauf, der vom Hersteller oder Werkstattleiter vorgegeben ist: Prüfen, demontieren, Defektes ersetzen, zusammenbauen, Funktion überprüfen.
Sitzt oder steht ein Maler vor einer leeren Leinwand, so ist es seiner Vorstellungskraft überlassen, was und wie er verändert.

3. Die Freiheit der Kunst ist in vielen Ländern per Gesetz garantiert.

In Deutschland wird sie in Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes als Grundrecht anerkannt.
Andere Länder haben teils sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Freiheit der Kunst. Weiterlesen »

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Das wahre Verbrechen

Die wahren Naturkatastrophen entstehen durch die globalisierte Weltwirtschaft oder anders ausgedrückt; Armut wird heute künstlich produziert.

Wer die Meinung vertritt dass Steueroasen etwas exotisches oder finstere Nebenschauplätze der Weltwirtschaft wären ist im Irrtum. Sie liegen vielmehr mitten im Zentrum des globalisierten Weltwirtschaft. Mehr als die Hälfte des Welthandels durchläuft eine der Steueroasen, jeder multinationale Konzern bedient sich ihrer in regelmäßigen Abschnitten. Ihre größten Nutznießer sind Banken und Großkonzerne. Dabei geht es nicht um Steuern sondern um Flucht vor dem Gesetz, Flucht vor ordentlichen Finanzmarktregulierungen und um Flucht vor demokratischer Kontrolle. Der britische Journalist schreibt in seinem Buch über die Steueroasen dieser Welt, mit dem besonderem Augenmerk auf den Finanzschauplatz Schweiz, »einer der weltgrößten Aufbewahrungsorte für schmutziges Geld, der 2009 etwa 2,1 Billionen Dollar auf Offshore-Konten beherbergte«.

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Freier Wille oder Schicksal…?

Viele Menschen glauben ihr Leben sei vorherbestimmt. Sie haben das Gefühl, dass ein mächtiges Etwas ihr leben regieren würde. Selbst Physiker und Hirnforscher gehen dieser Vermutung nach. Sie sagen: Die Zukunft ist vorherbestimmt.

Kann man die Zukunft vorhersehen?
Fragen die wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden gestellt wurden. Propheten, Schamanen, Philosophen und etliche andere gingen dieser Frage nach. Die Griechen lasen in den Eingeweiden von frisch geschlachteten Tieren (Hieroskopie) oder deuteten Träume um Hinweise auf den Willen ihrer Götter zu bekommen. Den Schamanen galten alle Naturereignisse als Vorzeichen; Regen oder Donner, tierische oder Menschliche Fehlbildungen, unerwartete Begegnungen, Träume, selbst Wolken konnten ein gutes oder schlechtes Omen sein.
Propheten betätigten sich als Sprachrohr der Götter. Bekannt ist das Orakel von Delphi, das im 7 Jahrhundert v. Chr. einen beträchtlichen politischen Einfluss erlangte. Auch heute in der Moderne glauben sehr viele Menschen an das Schicksal. Auch wenn kaum einer darüber redet, so sind doch viele davon überzeugt, das ihnen ein vorherbestimmter Weg vorgezeichnet wurde. Horoskope, Tarotkarten, Wahrsager und etliche andere Hilfsmittel haben große Anhängerschaft.

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Wer finanziert die Salafisten?

25 Millionen Koran-Exemplare wollen die Salafisten verteilen. Eine Propaganda-Aktion, laut
Verfassungsschutz.  Das Verteilen von Koran-Ausgaben an sich sollte dabei unproblematisch sein, wenn nicht andere Interessen da eine Rolle spielen würden.

In den letzten Tagen werden die Gemüter durch die Verteilung der Koran-Ausgaben erhitzt. Obgleich diese Hysterie unnötig und völlig irre geleitet ist. Doch was eigentlich gefragt werden sollte, wird gerne unter den Tisch gekehrt. Niemand scheint sich zu interessieren woher die Salafisten diese Koran-Verteilung finanzieren. Dabei weiß jeder Journalist, das Katar und die Saudi dahinter stecken. Auch weiß fast jeder, dass der Salafismus ein Halbbruder des Wahabismus ist. Was aber eigentlich grotesk ist, ist die Tatsache dass just diese Regierung an Saudis Panzer liefern und sich über die Daimler-Beteiligung freuen.

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Meisterwerk Mensch…?

Wir haben es innerhalb eines Jahrhunderts geschafft technologisch soweit fortzuschreiten dass wir bis ans Ende des Universums blicken können. Fast nichts ist mehr dem Menschlichen Auge verborgen. Viele Krankheiten wurden besiegt, wir transplantieren Herzen,von Organen, Prothesen erst gar nicht mal geredet. Die Schallmauer wurde um ein vielfaches durchbrochen. Tausende Kilometer legen wir innerhalb einiger Stunden hinter uns und wieweit auch unsere Ansprechpartner seien mögen, wir lesen ihre Nachrichten, hören ihre Stimmen in wenigen Augenblicken.

Wie überzeugt wir von unserer Genialität sind dürfte an unseren Taten zu erkennen sein. Doch zuerst sei mir gewährt Shakespeare zu zitieren.

„Welch ein Meisterwerk ist der Mensch! Wie edel durch Vernunft! Wie unbegrenzt an Fähigkeiten! In Gestalt und Bewegung wie bedeutend und wunderwürdig! Im Handeln wie ähnlich einem Engel! Im Begreifen wie ähnlich einem Gott! Die Zierde der Welt! Das Vorbild der Lebendigen! Und doch, was ist mir diese Quintessenz von Staub? Ich habe keine Lust am Manne und am Weibe. „

(aus Hamlet)

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Die moderne Sklaverei

Die Ausgrenzung eines jeden Menschen ist Rassistisch. Auch Arbeiter die als Menschen zweiter Klasse beschäftigt werden. Oder anders ausgedrückt „Wegwerfarbeiter“ werden diskriminiert

Arbeiten für 6€ Brutto

Wenn Managergehälter eine Steigerung um 300% haben aber zugleich immer mehr Leiharbeiter sich von 7€ Brutto und noch weniger ernähren sollen; die Politik wegschaut weil die Lobby dieser Banditen mehr Druck ausüben kann als die Arbeiterklasse, dann sollte man sich Gedanken über die Zukunft Deutschlands machen.

 In Deutschland arbeiteten Ende Juni 2011, 910.000 Leiharbeiter, so die neusten Zahlen der BA (Bundesagentur für Arbeit)

Wenn die Drogeriekette Schlecker eine Vermittlungsagentur (Menia) gründet um die eigenen Beschäftigten durch Leiharbeiter zu ersetzen, dann geschieht dass doch nicht aus Herzensgüte.

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Vielleicht kann man SO Kriege verhindern …..

… und Menschen zusammenbringen …

Israel-Loves-Iran auf Facebook

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Visafreiheit: Antwort der EU-Kommission

Mustafa Çelebi fordert die Abschaffung der Visapflicht, die unter anderem für Lastwagenfahrer, Geschäftsleute und Touristen aus der Türkei ein großes Hindernis darstellt.

Der Petent Mustafa Celebi verwies die EU am 6. Juni 2011 darauf hin, dass der Europäische Gerichtshof in der Rechtssache C-228/06 (Soysal Urteil) festgestellt habe, dass aufgrund des unterzeichneten Zusatzprotokolls zum Assoziierungsabkommen EU-Türkei vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Protokolls, keine neuen Beschränkungen für die Aufnahme von Dienstleistungen eingeführt werden dürfe. Deutschland hat die Visapflicht in den Neunzigern eingeführt und verstoße nach Ansicht des Petenten daher bereits seit den neunzigern Jahren gegen Europäische Rechtsvorschriften, wenn sie von türkischen Staatsangehörigen für einen Kurzaufenthalt in Deutschland die Beantragung eines Visums verlangt.

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