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Wer finanziert die Salafisten?

Posted by on 19. Mai 2012

25 Millionen Koran-Exemplare wollen die Salafisten verteilen. Eine Propaganda-Aktion, laut
Verfassungsschutz.  Das Verteilen von Koran-Ausgaben an sich sollte dabei unproblematisch sein, wenn nicht andere Interessen da eine Rolle spielen würden.

In den letzten Tagen werden die Gemüter durch die Verteilung der Koran-Ausgaben erhitzt. Obgleich diese Hysterie unnötig und völlig irre geleitet ist. Doch was eigentlich gefragt werden sollte, wird gerne unter den Tisch gekehrt. Niemand scheint sich zu interessieren woher die Salafisten diese Koran-Verteilung finanzieren. Dabei weiß jeder Journalist, das Katar und die Saudi dahinter stecken. Auch weiß fast jeder, dass der Salafismus ein Halbbruder des Wahabismus ist. Was aber eigentlich grotesk ist, ist die Tatsache dass just diese Regierung an Saudis Panzer liefern und sich über die Daimler-Beteiligung freuen.

Man sollte mich nicht falsch verstehen, ich bin kein Freund der Salafisten oder des Wahabismus. Genau im Gegenteil halte ich beide Strömungen für faschistisch und gefährlich. Dabei finde ich nicht diese Gruppen selbst gefährlich, sondern genau jene die dahinter stehen und insgeheim diese Gruppen finanzieren. Denn wie heißt es so schön; Geld regiert die Welt.

Geld regiert auch die Salafisten.

Die wenigsten dürften wissen, das der französische Premier, am 12 Februar 2011, keine vierundzwanzig Stunden nach dem Amtsverzicht Mubaraks, die atomgetriebenen Flugzeugträger Charles de Gaulle vor der saudischen Küste besucht hat, diese nahm genau zu jenem Zeitpunkt an einem gemeinsamen Manöver mit den Streitkräften Saudi-Arabiens im Roten Meer teil. Oder mit den Worten  François Fillon  (ehemaliger Premierminister Frankreichs) in einer Pressekonferenz:  „Die Bindungen, die Frankreich mit Saudi-Arabien vereinen, haben sich unaufhörlich verstärkt. Auf politischer Ebene drückt sich diese Partnerschaft durch sehr enge Abstimmungen bezüglich des regionalen Kontextes aus“.

Aber auch Sarkozy wusste etwas zu berichten: „Gott macht den Menschen nicht unfrei, sondern befreit ihn. Gott ist der Schutz gegen den unmäßigen Stolz und die Verrücktheit der Menschen. (…) Das religiöse Gefühl ist genauso wenig wegen des Fanatismus zu verurteilen, wie das Nationalgefühl es wegen des Nationalismus ist.“

Und weiter fügt er hinzu: „Ich habe die Pflicht, das Erbe einer langen Geschichte, einer Kultur, und, ich wage das Wort zu benutzen, einer Zivilisation zu verteidigen. Und ich kenne kein Land, dessen Erbe, dessen Kultur, dessen Zivilisation nicht religiöse Wurzeln hätten.“

Doch der wichtigste Partner Saudi-Arabiens ist die USA, deren wirtschaftliche Elite mehr als 600 Milliarden Dollar dort platziert hat. Aber auch der Waffenhandel zwischen der USA und der Saudis dürfte Bände sprechen. Saudi-Arabien erhielt 84 Kampfjets vom Typ F15 aus der USA. Beide Länder haben einen Waffendeal von mehr als 30 Milliarden Dollar unterzeichnet. Wohlgemerkt, letztes Jahr! Washington erhoffte sich laut eigenen Aussagen, „auf ein starkes Saudi-Arabisches Militär“ setzen zu können.

Doch auch die Scheinheiligkeit der deutschen Politiker ist nicht von der Hand zu weisen. Es ist noch nicht ein Jahr her, da war Deutschland bereit, moderne „Leopard“-Kampfpanzer an Saudi-Arabien zu liefern. Damit änderte die Bundesregierung ihre Jahrzehnte alte Linie, Saudi-Arabien keine schweren Waffen zu liefern. Die leichtere Aufrüstung hatte sie auch früher geliefert. Heimlich versteht sich! Insgesamt wurden 200 Stück „Leopard“-Varianten Typ 2A7+ geliefert.

Doch um zu verstehen woher Salafisten unterstützt und finanziert werden, müssen wir uns auch die Al-Qaida anschauen. Als die Regierung Ronalds Reagans in der Sowjetunion die „Wiege des Bösen“ ausmachte und arabische Söldner in Afghanistan, Kambodscha, Mittelamerika kurz als Freiheitskämpfer bezeichnete, so lange sie gegen die Kommunisten kämpften, begann die Freundschaft zwischen den Wahabiten und dem Westen. Unter Reagans Herrschaft wurden nun die Mudschaheddin zur größten verdeckten Operation, die jemals die CIA durchgeführt hatte. Insgesamt gab die USA dafür 6 Milliarden Dollar aus. Saudi-Arabien zahlte mindestens genau so viel. Da es aber eine verdeckte Operation war, vermied die CIA den direkten Kontakt zu seinen Schützlingen und bediente sich eines einfachen Tricks. Man spannte kurzerhand den pakistanischen Geheimdienst ISI als Vermittler für die Parteien. Nun wurden Geld und Waffen über den pakistanischen Geheimdienst an die Organisation MAK geliefert, die für die Verteilung in Afghanistan zuständig war. Als die neuen Mudschaheddin (später Fundamentalisten genannt) im Guerillakrieg ausgebildet werden mussten, wurden sie auch noch in der Kunst von Terroranschlägen unterwiesen. Es kamen Ausbilder aus der Special Forces Green Berets zum Einsatz. Auch Großbritannien beteiligte sich an dieser Aktion, sie schickte einige Männer der SAS, die in Nordirland Erfahrung gesammelt hatten. Einer diese SAS-Ausbilder bemerkte später zynisch:

“Die Mullahs haben ihnen erzählt, sie bekämen einen Platz zur Rechten Allahs, wenn sie im Dschihad getötet würden. Das mochte ja sein. Aber diese Männer wurden in Massen ausgelöscht. Als ich zu ihnen kam, herrschte zu Allahs Rechter wohl schon ein ziemlicher Andrang. “

Das genau jene Terroristen Wahabbiten waren und der Weg des Wahabismus allein für diesen Zweck von den Mullahs wieder erweckt wurde, hat man gerne unter den Tisch fallen lassen. Wie schon am Anfang zur Sprache gebracht, sind die Salafisten der kleine Bruder der Wahabiten.
Die Frage die man sich selbst und vor allem den Politiker stellen sollte ist zwar eine einfache aber erschreckend wenn sie beantwortet wird.
Wer finanziert die Salafisten? Woher haben sie das Geld für die geplanten 25 Millionen Koran-Ausgaben?
Wenn ich mir die Geschichte von Al-Qaida anschaue, dann möge man mir verzeihen wenn ich dieser Mainstream-Meinung kein Glauben schenken kann. Es ist ja nicht so, dass diese Taktik neu wäre…

Mustafa Çelebi
Quellen:

Trend
Tagesschau

One Response to Wer finanziert die Salafisten?

  1. Maria Joao

    Nun, solange sie nur Koran Ausgaben verteilen und nicht Waffen, kann man zunächst über die Geldquellen hinwegsehen.

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