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Die moderne Sklaverei

Posted by on 6. April 2012

Die Ausgrenzung eines jeden Menschen ist Rassistisch. Auch Arbeiter die als Menschen zweiter Klasse beschäftigt werden. Oder anders ausgedrückt „Wegwerfarbeiter“ werden diskriminiert

Arbeiten für 6€ Brutto

Wenn Managergehälter eine Steigerung um 300% haben aber zugleich immer mehr Leiharbeiter sich von 7€ Brutto und noch weniger ernähren sollen; die Politik wegschaut weil die Lobby dieser Banditen mehr Druck ausüben kann als die Arbeiterklasse, dann sollte man sich Gedanken über die Zukunft Deutschlands machen.

 In Deutschland arbeiteten Ende Juni 2011, 910.000 Leiharbeiter, so die neusten Zahlen der BA (Bundesagentur für Arbeit)

Wenn die Drogeriekette Schlecker eine Vermittlungsagentur (Menia) gründet um die eigenen Beschäftigten durch Leiharbeiter zu ersetzen, dann geschieht dass doch nicht aus Herzensgüte.

Ein Schelm wer da böses vermutet. Kurz erklärt; die Kette entließ tausende von Mitarbeitern, damit sie wieder für weniger Lohn, angestellt werden konnten. Laut Experten ist dies zwar untragbar aber wer hört schon auf Experten. Der Trick besteht darin, dass Lebensmittelkonzerne sogenannte Werkverträge mit Fremdfirmen abschließen und deren Arbeiter zu miesen Bedingungen beschäftigen. Schuften für 5€ Brutto sind keine Seltenheit, auch nicht wenn der Staat einen Mindestlohn gesetzlich verankert. Bei mehr als 4000 Zeitarbeitsfirmen in Deutschland ist der Konkurrenzkampf sehr groß. Das bedeutet im Umkehrschluss, je weniger der Zeitarbeiter bekommt, desto mehr Gewinn hat die Firma.

Wer davon am meisten profitiert dürfte allen klar sein.

 »Die Arbeitsgerichte in Deutschland bezweifeln seit 2003 nahezu ausnahmslos die Tariffähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit.«

Während die Dauer der Überlassung, 1985, auf 3- 6 Monate befristet waren, sind 2003 die zeitlichen Begrenzungen weggefallen. Selbst die Arbeitsagenturen beschäftigen immer mehr Zeitarbeiter. Meistens bekommen diese einen Vertrag von sechs Monaten. Natürlich für weniger Lohn und untragbaren Konditionen. Um zu verstehen wie Pervers das System ist müssen wir uns auch die anschauen, die diese Tarifverträge ausgehandelt haben. Siehe da, vor allem die Christliche Gewerkschaft war als Tarifpartner am Werk. Eine Ironie des Schicksals, Christlich und Hungerlöhne… Als das Bundesarbeitsgericht vor gut einem Jahr endlich die Christlichen Gewerkschaften mit ihren Dumpinglöhnen als nicht „tariffähig“ aburteilte und damit diesen Pseudo-Gewerkschaften die Handhabe nahm, standen den Zeitarbeitern, die wegen dieser Billig-Tarifverträge wenig Lohn bekamen , Lohn- und Rentennachzahlungen zu. Doch welch eine Überraschung, die Union versuchte die Firmen von den Ansprüchen zu schützen. Unionsabgeordnete setzten sich für die Zeitarbeitsunternehmen ein und forderten eine Gesetzesinitiative zur Vermeidung unbilliger Härten. Ihr Ziel: Die hohen Nachzahlungen sollten ausfallen!

Das dieses Geschäftsmodell kippte war vor allem den mutigen Frauen und Männern zu verdanken, die vors Gericht zogen. Doch auch andere Gewerkschaften sind nicht ganz Schuldlos an dieser Misere. Die DGB forderte zwar „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ war aber zugleich die Gewerkschaft die Zeitarbeit zum Teil mit förderte. Die Einschätzung des münsterschen Arbeitsrechtsprofessors Peter Schüren dazu:

„Die großen Gewerkschaften haben in der Vergangenheit jede Menge Fehler im Bereich der Zeitarbeit begangen. Dazu gehört auch die eigene Tarifpolitik, von der die Verantwortlichen nun offenbar ablenken wollen, indem sie die Debatte auf ein anderes Feld verlagern.“

 

und Peter Schüren weiter:

„Wenn man die derzeitige Debatte verfolgt, könnte man meinen, dass dem DGB die eigenen Tarifverträge peinlich sind. Die Tatsache, dass das oft niedrige Lohnniveau auch auf Tarifverträge der DGB-Gewerkschaften zurückgeht, ist eben nur schwer vermittelbar. Da fällt es leichter, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu fordern, und sich ein Scheingefecht mit der Regierung zu liefern, statt eine gute Tarifpolitik zu machen.“

 Deutschland hat sich beim Thema „Leiharbeit“ nicht mit Ruhm bekleckert . Nicht vor allzu langer Zeit forderte die EU- Kommission, dass Leiharbeiter bereits nach sechs Wochen in einem Betrieb den gleichen Lohn wie die Festangestellten erhalten sollten. Wer aber bremste diese Forderung der EU-Kommission? Der Arbeitsminister Olaf Scholz!

Um zu verstehen wie das System funktioniert sollte man vielleicht auch dieses niedliche Video anschauen

Mustafa Çelebi

One Response to Die moderne Sklaverei

  1. Anchesa

    Dieses Problem gibt es nicht nur bei den Leiharbeitern. Auch vielen in “Vollbeschäftigung”
    geht es so ! 7,- € bruttobei einer 40-Stunden-Woche reichen auch nicht zum Leben und lassen einen manchmal am Sinn des Arbeitens zweifeln.

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