Der Versuch einer Standortbestimmung
Systemrelevanz sollte eigentlich gute Chancen haben, zum Unwort des Jahres 2011 gekürt zu werden – nach Vorläufern wie Sinkende Neuverschuldung als verschleierndes Synonom für das MEHR Schulden machen oder Kollateralschaden als euphemistische Umschreibung für die Tötung von Zivilisten durch das Militär.
Die Systemrelevanz wurde uns von Politikern und Wirtschaftsfachleuten beschert als Beschreibung von Unternehmen, die zu groß sind, um sie Pleite gehen zu lassen…
- weil zu viele Arbeitsplätze verloren gingen? Eher nicht! Für Rettungsaktionen von Großunternehmen haben die einzelnen Staaten längst nationale Mechanismen entwickelt: Die Allgemeinheit zahlt in Form von Steuergeldern für Missmanagement von Großunternehmen eines Landes.
- weil sie für die Menschheit lebensnotwendige Produkte herstellen wie Grundnahrungsmittel, Impfstoffe, Medikamente? Mit Sicherheit nicht! Die Nahrungsmittelproduktion ist in Klein- bis Mittelbetrieben organisiert. Geht ein Unternehmen kaputt, so stehen tausende bereit, diese Lücken zu füllen. Die pharmazeutische Industrie könnte systemrelevant sein, ist aber auch mit vielen Firmen besetzt, die konkurrieren. Lücken können schnell geschlossen werden.
- weil sie Techniken anbieten, die der Zerstörung des Planeten durch den Menschen Einhalt gebieten können? Weit gefehlt! Zwar haben die Firmen, die sich beispielsweise um regenerative Energie kümmern, längst Industriegröße erreicht. Aber auch hier herrscht Wettbewerb; untergehende Unternehmen werden schnell durch neue ersetzt.
- weil ihr Geschäftsbetrieb die Vermehrung von Geld durch Geld ist? Bingo!
Was ist Geld? Wikipedia definiert:
Geld (abgeleitet vom indogermanischen ghel=Gold und dem althochdeutschen gelt = Vergeltung, Vergütung, Einkommen‘ oder, Wert‘) ist ein Begriff für ein Wertäquivalent. Geld kann in materieller oder immaterieller Form existieren; Geldmünzen und Banknoten stellen beispielsweise materielle Formen von Geld dar, während Bankguthaben und Kreditzusagen zu den immateriellen Geldformen gehören. Die in einem Staat üblicherweise verwendete Geldsorte bezeichnet man als Währung.
Im praktischen Gebrauch ist Geld ein Zwischentauschmittel, das sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern auf Grund allgemeiner Akzeptanz zu weiterem Tausch eingesetzt werden kann.
Geraten große systemrelevante Banken und Versicherungen in Schieflage, dann droht nach der Aussage der Experten der weltwirtschaftliche Kollaps – wenn das Zwischentauschmittel in einzelnen Wahrungsverbünden oder weltweitan Wert verliert. Dann hetzen Politiker von Konferenz zu Konferenz, werden Lösungsansätze diskutiert, eingeführt und wieder verworfen, die alle nur ein Ziel haben: Den Geldhändlern Geld zu beschaffen. Einige Milliarden hier, einige Billionen dort – die Gemeinschaft der Staaten hat schließlich genügend Steuerzahler….
Und was bitte ist Systemrelevante Kunst?
Hinter dieser Kunstwortanleihe Weiterlesen


durchbrochen. Tausende Kilometer legen wir innerhalb einiger Stunden hinter uns und wieweit auch unsere Ansprechpartner seien mögen, wir lesen ihre Nachrichten, hören ihre Stimmen in wenigen Augenblicken.
beschäftigt werden. Oder anders ausgedrückt „Wegwerfarbeiter“ werden diskriminiert

dem man nur noch schwer heraus findet.