Was ist systemrelevante Kunst?

Der Versuch einer Standortbestimmung

Systemrelevanz sollte eigentlich gute Chancen haben, zum Unwort des Jahres 2011 gekürt zu werden – nach Vorläufern wie Sinkende Neuverschuldung als verschleierndes Synonom für das MEHR Schulden machen oder Kollateralschaden als euphemistische Umschreibung für die Tötung von Zivilisten durch das Militär.

Die Systemrelevanz wurde uns von Politikern und Wirtschaftsfachleuten beschert als Beschreibung von Unternehmen, die zu groß sind, um sie Pleite gehen zu lassen

  • weil zu viele Arbeitsplätze verloren gingen? Eher nicht! Für Rettungsaktionen von Großunternehmen haben die einzelnen Staaten längst nationale Mechanismen entwickelt: Die Allgemeinheit zahlt in Form von Steuergeldern für Missmanagement von Großunternehmen eines Landes.
  • weil sie für die Menschheit lebensnotwendige Produkte herstellen wie Grundnahrungsmittel, Impfstoffe, Medikamente? Mit Sicherheit nicht! Die Nahrungsmittelproduktion ist in Klein- bis Mittelbetrieben organisiert. Geht ein Unternehmen kaputt, so stehen tausende bereit, diese Lücken zu füllen. Die pharmazeutische Industrie könnte systemrelevant sein, ist aber auch mit vielen Firmen besetzt, die konkurrieren. Lücken können schnell geschlossen werden.
  • weil sie Techniken anbieten, die der Zerstörung des Planeten durch den Menschen Einhalt gebieten können? Weit gefehlt! Zwar haben die Firmen, die sich beispielsweise um regenerative Energie kümmern, längst Industriegröße erreicht. Aber auch hier herrscht Wettbewerb; untergehende Unternehmen werden schnell durch neue ersetzt.
  • weil ihr Geschäftsbetrieb die Vermehrung von Geld durch Geld ist? Bingo!

Was ist Geld? Wikipedia definiert:

Geld (abgeleitet vom indogermanischen ghel=Gold und dem althochdeutschen gelt = Vergeltung, Vergütung, Einkommen‘ oder, Wert‘) ist ein Begriff für ein Wertäquivalent. Geld kann in materieller oder immaterieller Form existieren; Geldmünzen und Banknoten stellen beispielsweise materielle Formen von Geld dar, während Bankguthaben und Kreditzusagen zu den immateriellen Geldformen gehören. Die in einem Staat üblicherweise verwendete Geldsorte bezeichnet man als Währung.

Im praktischen Gebrauch ist Geld ein Zwischentauschmittel, das sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern auf Grund allgemeiner Akzeptanz zu weiterem Tausch eingesetzt werden kann.

Geraten große systemrelevante Banken und Versicherungen in Schieflage, dann droht nach der Aussage der Experten der weltwirtschaftliche Kollaps – wenn das Zwischentauschmittel in einzelnen Wahrungsverbünden oder weltweitan Wert verliert. Dann hetzen Politiker von Konferenz zu Konferenz, werden Lösungsansätze diskutiert, eingeführt und wieder verworfen, die alle nur ein Ziel haben: Den Geldhändlern Geld zu beschaffen. Einige Milliarden hier, einige Billionen dort – die Gemeinschaft der Staaten hat schließlich genügend Steuerzahler….

 

Und was bitte ist Systemrelevante Kunst?

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Visafreiheit: Antwort der EU-Kommission

Mustafa Çelebi fordert die Abschaffung der Visapflicht, die unter anderem für Lastwagenfahrer, Geschäftsleute und Touristen aus der Türkei ein großes Hindernis darstellt.

Der Petent Mustafa Celebi verwies die EU am 6. Juni 2011 darauf hin, dass der Europäische Gerichtshof in der Rechtssache C-228/06 (Soysal Urteil) festgestellt habe, dass aufgrund des unterzeichneten Zusatzprotokolls zum Assoziierungsabkommen EU-Türkei vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Protokolls, keine neuen Beschränkungen für die Aufnahme von Dienstleistungen eingeführt werden dürfe. Deutschland hat die Visapflicht in den Neunzigern eingeführt und verstoße nach Ansicht des Petenten daher bereits seit den neunzigern Jahren gegen Europäische Rechtsvorschriften, wenn sie von türkischen Staatsangehörigen für einen Kurzaufenthalt in Deutschland die Beantragung eines Visums verlangt.

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Kulturelle Zusammenarbeit mit PuffinCulturalForum USA

Wolf Tekook bei der Eröffnung in der Puffin-Foundation. In den ersten drei Tagen kamen fast 100 Besucher

Über das Puffin Cultural Forum
Das Puffin Cultural Forum ist eine Stiftung mit Sitz in Teaneck, New Jersey, USA. Puffin Cultural Forum ist der New York City Universität angeschlossen.
Die kulturelle Arbeit der Stiftung unterstützt auf lokaler (New York und Teaneck) Ebene bis hin zu internationaler Zusammenarbeit den langfristig angelegtem Kulturprozess mit Kunstschaffenden. Künstlerische Ausdruckskraft, Schaffens-, Bewusstseinsprozesse im Bezug zu allen Kulturen können entscheidende Rollen im sozialen Wandel spielen und dienen der weltweiten Verständigung.
Puffin-Projekte in internationalen Krisengebieten (ein Beispiel: jüdisch-arabisches Kulturarbeit im Israel) und anderen Regionen (auch USA) tragen bereits Früchte.
Die Puffin-Stiftung  ist für uns (“Kunstforum” und Gruppe “systemorientierte Kunst”) ein kompetenter Ansprechpartner. Sie haben fundierte  Erfahrungen mit Bildungsangeboten (auch in Teaneck), die die verschiedenen Bevölkerungsschichten erreichen. Kritische und reflexionsbedürftige Themen der Zeit sensibilisieren Menschen mit Hilfe der Ausstellungen, Musik-, Tanz-, Theatervorführungen, Interviews, Workshops, Seminaren, Filmreihen, Vorträgen und Aktionen vor Ort, an Schulen und in der Öffentlichkeit. Kunst dient dem Dialog der Kulturen.
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Diese Zusammenarbeit mit Puffin Cultural Forum ist ein Teil kultureller Entwicklung
Die Ausstellung in der USA bedeutet  für Dr. Wolf Tekook und Martina Jäger eine weitere langfristige Zusammenarbeit mit  internationalen Kulturgruppen.
Einige jüdische Mitglieder der Puffin-Stiftung sind (wie wir) die zweite Generation „Betroffener“ nach dem Dritten Reich.  Diese erste sichtbare Begegnung unter dem Ausstellungstitel “We must not forget” (Tekook, Weber, Jäger) wird mit Interesse in NY und NJ verfolgt.
Nach der Ausstellung in der USA wird in Deutschland ab November 2012 in verschiedenen Städten (auch in Würzburg) weitere Ausstellungen (mit zusätzlichem Programm) zu sehen sein. Wir wollen/werden auch unsere jüdischen Freunde aus der USA und Israel in das Geschehen mit einbeziehen.
Die Zusammenarbeit in einem immer größer werdenden Kultur-Netzwerk geschieht nicht nur auf der Ebene einer Ausstellungsmöglichkeit. Sie stellt die Frage nach Sozial-, Fachkompetenzen und Konsequenzen für jene Kunst, die möglichst viele Menschen einer Gesellschaft zu erreichen vermag. Kunst schafft Anreize, Menschen aktiv als Mitwirkende  in ein Thema oder Geschehen mit einzubeziehen. Inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen und anderen Zielsetzungen sind die Basis für langfristige Handlungsperspektiven, in der nicht alleinig der Künstler und Aussteller aktiv gestalten, sondern auch Zuschauer oder Zuhörer einen aktiven Part übernehmen dürfen

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Auch hier in Würzburg werden bereits Pläne geschmiedet, die diese Ziele verwirklichen könn(t)en. Die Zusammenarbeit mit der PuffinFoundation wird im Marz, April 2012 (im Kunstforum Würzburg) und im November anhand einer kleinen Dokumentation vorgestellt werden.  Wolfgang Tekook und/ oder Martina Jäger geben persönlich Auskunft.

Martina Jäger, Beitrag über Puffin-Cultural-Forum

Februar 2012

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Bilder der Ausstellung

http://kunstforum.ning.com/photo/albums/ausstellung-usa-ny-nj-puffi…

 

Ausstellung im Kunstforum mit 12 Werken zum Thema im März und im April

Öffnungzeiten: jeden Donnerstag, Freitag und Samstag von 16-19 Uhr, Schiestlstraße 5  //

Am 11. März und 8. April (Sonntag) sind Stadtteilführungen geplant, die u.a. über Juden in Grombühl berichten. Treffpunkt 15 Uhr vor dem Kunstforum. Die PuffinFoundation und die Aktionen im November werden beim Künstlercafé um 16.30 vorgestellt, Ideen werden gesammelt. Das Kunstforum ist an den Sonntagen geöffnet von 14.30 bis 17.30 Uhr.

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Deutschland / USA (Puffin-Foundation) – Ausstellung: „We must never forget”

„We must never forget – German artists reflect on Holocaust”
Ausstellung im Puffin Cultural Forum der New York City University
19. Februar bis 26. April 2012

Martina Jäger, Wolfgang Tekook, Michael Weber
Die drei Beteiligten nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen und aufgrund unterschiedlicher eigener Beschäftigung mit diesem Thema, das auch 67 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft nicht an Aktualität verloren hat.

Martina Jäger, bildende Künstlerin  aus Würzburg, macht in ihren Beiträgen die „Selektion“ zum Thema. Ihre bildlichen Betrachtungen beziehen sich nicht nur auf die Zeit des Holocaust, sie schlägt die Brücke zu den Verletzungen der Menschenrechte heute in einer Zeit, wo der ökonomische und politische Profit die Maßstäbe setzt. Die Schoah (Vertreibung) besteht immer noch, nun an vielen Orten. Sie ist herangewachsen zu einer global- internationalen Selektion, die bewusst die Verletzung der Menschenrechte in Kauf nimmt: Die Unterschiede werden größer bezüglich Wohlstand und Armut bis hin zur organisierten Vernichtung von Leben.

Die dominierenden Farben ihrer Arbeiten sind: Schwarz- Rot-Gold, die Farben der heutigen deutschen Flagge. In den Befreiungskriege  1813-1815 wurden die Farben so interpretiert: „Aus der Schwärze der Knechtschaft durch blutige Schlachten ans goldene Licht der Freiheit.“  Wenn ein Mensch seine Freiheit auf Unterdrückung anderer Menschen aufbaut, ist die Knechtschaft noch immer geblieben, damals und heute.

Andere Werke von Martina Jäger sind in Schwarz-Weiß-Rot gehalten. Die Zeit des Nationalsozialismus wird in Farben und  den Bildkompositionen aufgegriffen. Sie  mahnen  die Schreckensherrschaft der deutschen Geschichte an, Zäune und Schienen dienen als Symbole für das Thema „Selektion“.
Realistische und abstrakte Maltechniken stehen in Verbindung und Kommunikation miteinander. Sie ergänzen sich und tauschen sich zugleich im Ausdruck aus.

 

Wolf Tekook, Fotocouturist aus Krefeld, Jahrgang 1951, erlebte in der ersten Nachkriegsgeneration die Mauer aus Schweigen, wenn er Fragen zu den Geschehnissen des Nationalsozialismus stellte. Der Krieg – in den Schilderungen der Vorfahren waren dies die abenteuerlichen Motorradfahrten durch russische Kornfelder, Kameradschaft unter Soldaten, auch die Entbehrungen bei Gefangenschaft. Vom Töten sprach auch auf Nachfrage niemand, das Schicksal der Juden wurde nie thematisiert. In der Schule endete der Geschichtsunterricht am Ende der Weimarer Republik und wurde mit der Gründung der Bundesrepublik wieder aufgenommen.

Unzufrieden mit dieser Informationslage begann Wolf Tekook zu lesen, suchte und fand Quellen – von Sebastian Haffners „Die Geschichte eines Deutschen“ über Kershaws Hitlerbiographie und die Autobiographie von Primo Levi bis hin zum gar nicht so fiktiven Roman „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell und dem jüngst erschienenen Buch „Soldaten“ von Sönke Neitzel. Im persönlichen Gespräch mit Auschwitz- Überlebenden, bei einem Besuch in Yad Vashem und vielen Gesprächen im heutigen Israel verdichteten sich das Wissen, aber auch das Unverständnis und das Grauen über den industrialisierten, bürokratisierten Genozid.

Die jetzt in New York gezeigten Bilder thematisieren das Gelesene und Gehörte symbolisch, nicht als Abbildung des Geschehenen, sondern als freie Interpretation. Die Farbe Gold – in den meisten Bildern enthalten – steht für das jüdische Volk und seine Qualen.

 

Michael Weber, Künstler aus Witten, zog im Jahre 1994 in seine neue Heimatstadt um. Auf der Suche nach den geschichtlichen Wurzeln seines Wohnortes fand er das Hauptthema der kommenden Jahre: Die „Bahnhofstraße“. Bis 1938 lebte in dieser Haupteinkaufsstraße ein Großteil der jüdischen Bevölkerung. Michael Weber malte, was in dieser Straße mit der jüdischen Bevölkerung geschah.

Als Informationsbasis diente ihm das Buch „… vergessen kann man das nicht. Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus“ von Martina Kliner- Lintzen. Zunächst entstanden 10 großformatige Bilder, die auf schweren Holzuntergründen mit Farben, Gips, Draht und abschließendem Ritzen die Bedrohung und die Stärke in der Todesgefahr, aber auch die Trauer und die Wut des Künstlers zeigen. Er greift sich Einzelschicksale heraus, die exemplarisch für das Ganze stehen.
Im Jahre 2010 nach Michael Weber dieses Thema wieder auf, ergänzt um einen zweiten Zyklus „Kinderwald“. Diese Bildserie basiert auf dem Tagebuch der 17-jährigen Israelin Shira J. bei ihrem Besuch in Auschwitz. Verglichen mit dem Bahnhofstraße- Zyklus wirken diese Bilder auf den ersten Blick lieblich und schön; aber diese Schönheit wird als Illusion entlarvt und zeigt beim zweiten Blick den ganzen Schrecken des Nationalsozialismus.

Auch Michael Weber ist es wichtig, die Beschäftigung mit diesem Thema nicht nur als historischen Kommentar zu sehen, sondern die langen Schatten auf die Jetztzeit deutlich zu machen.

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Pressemeldung der Puffin-Foundation vom Januar 2012:

Webseite des Puffin Cultural Forum:
http://www.puffinculturalforum.org/

Kuratoren der Ausstellung:
Ms. Merri Milwe, künstlerische Direktorin des Puffin Cultural Forum  // Prof. Moshe Banai


FOR IMMEDIATE RELEASE:
Arts/Features Editor
January 19, 2012

CONTACT
Merri Milwe, Artistic Director
Tel.:  201-836-3499
Fax:  201-836-1734
E-mail: mmilwe@puffinfoundation.org

Opening Reception at the Puffin Cultural Forum for Exhibit  “We Must Never Forget:  German Artists Reflect on the Holocaust”

Teaneck, NJ, Sunday, February 19 – Rarely, if ever, do Americans have the opportunity to see or hear first hand how the Holocaust has affected German citizens.  This exhibition, “We Must Never Forget:  German Artists Reflect on the Holocaust,” presents a potent testimony through the art of Wolf Tekook, Martina Jaeger, and Michael Weber. Rendered in acrylic, chalk, pastels, and mixed media, these powerfully expressive works link the past to the present while strongly declaring that people around the world should never forget the Holocaust atrocity nor ignore its reflections in contemporary violations of human dignity and rights.  Dr. Wolf Tekook will be in attendance at the opening for discussion and Q&A.  Free and open to the public. Sunday, February 19, 5:00 p.m. The exhibit runs from February 19 through April 17.  Regular gallery hours are Tuesdays through Thursdays, 12 to 4 p.m. or by appointment.  The Puffin Cultural Forum is at 20 Puffin Way (off Teaneck Rd.) in Teaneck. Call 201-836-3499 or visit www.PuffinCulturalForum.org.

THE ARTISTS

WOLF TEKOOK, born in Dusseldorf, lives and works in Krefeld, Germany.  He began working with digital composition in 1990; by 2003, he had established his own photo studio, and in 2004 began exhibiting his works.  From 2004-present, Wolf has exhibited throughout Germany as well as in the Netherlands, Italy, Austria, and in Miami, Florida.  A member of numerous national and international artist groups, Wolf has also been curator of the Helmspark Gallery near Hamburg, Germany since 2009 and, in that same year, was a jury member for the international art project “Artists for Freedom.”

MARTINA JAEGER, born in Wurzburg, Germany, holds a design degree from the National College of Design, and has had a highly varied career.  After freelancing as a designer and artist, Martina worked with children and adolescents in social caring projects from 1995-2003; she also founded a school for creative people and established two internet forums for local and international artists.  Martina’s work has been exhibited in group and individual shows throughout Germany since 1988 in galleries, businesses, and public and private institutions.

MICHAEL WEBER, born in Bochum, Germany, now lives in Witten.  He studied visual communication at the Folkwang School from 1976-1979, funded by painter Bruno Hahn Jr. and had his first exhibition in 1986.  Since then, Michael’s work has appeared in libraries, hospitals, public and private institutions, galleries, and studios throughout Germany and in Austria.
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The Puffin Cultural Forum is a project of the Puffin Foundation, Ltd. which, through the arts, encourages dialog about issues important to the community.  The Puffin Foundation, Ltd. underwrites this and all other Puffin Cultural Forum events and programs in order to make it possible for everyone to attend.

 

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Welche Menschenrechte…?

Gelten die Menschenrechte für den Afrikaner genau so wie für den Europäer? Wer glauben möchte, dass die Ordnung des globalisierten Finanzkapitals alle Menschen gleich sieht, verfällt einem Irrtum aus dem man nur noch schwer heraus findet.

“Ich gehöre zur Rasse der Unterdrückten”
( Aime Cesaire)

Wenn die USA gegen die Einführung eines Internationalen Gerichtshofs stimmt, dann geschieht das doch nicht um die  Menschenrechte zu sichern. So ein Gericht hätte die Macht, alle Personen die sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht haben vors Gericht zu zerren. Georg W. Bush könnte Gefahr laufen selbst von diesem Gericht angeklagt zu werden. Die Zuständigkeit eines solchen Gerichts wäre weder geografisch noch zeitlich begrenzt und sie könnte, zum ersten mal in der Geschichte, jeden Politiker zu Verantwortung ziehen. Die Immunität wäre aufgehoben und jeder könnte angeklagt und zur Verantwortung gezogen werden. Ja, jeder Verstoß gegen die Menschenrechte wären zum ersten mal einklagbar!
Der unterdrückte hätte zum ersten mal das Recht sich gegen jeden Mächtigen zu Wehr zu setzen. Hinter der amerikanischen Weigerung, stehen zwei einfache aber tief rassistische Beweggründe. Erstens: Amerika vertritt die Auffassung, dass seine Generäle, Agenten, Soldaten und Politiker über jedes Völkerrecht erhaben sind und niemals zur Verantwortung gezogen werden können. Zweitens: Nur Amerika hat das alleinige Recht zu entscheiden wer, wann, wo, von wem bestraft werden darf / soll, oder ihm Gnade zuteil wird.

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Nicht alles beim Gold ist Glanz

„Gold ist ein Kind des Zeus; weder Motten noch Rost verzehren es –
aber der Geist des Menschen wird von diesem kostbarsten Stoff verzehrt.“
(Pindar 5.Jh. v. Chr.)

Gold – bei diesem Begriff werden Emotionen geweckt. Schon die Etrusker fertigten filigrane Kunstwerke aus Gold, die gelbe Preziose ist der Grundstoff für Königskronen wie Eheringe. Die Uhren- und Schmuckindustrie verarbeitet 75 Prozent des geförderten Goldes. Gold verspricht Dauerhaftigkeit, Ewigkeit – Ehre und Ruhm für den, der es trägt.

Von diesem Glanz möchte auch die werbende Industrie profitieren: Wie ein Goldbarren sieht es aus – und das ist auch Absicht. Der neue Herrenduft “1 Million”, der ins Auge springende, glänzende Goldbarren des Designer-Stars Noé Duchaufour-Lawrence für Paco Rabanne, den die Werbung „unwiderstehlich“ nennt, ist in diversen Variationen erhältlich. „Gleichviel um welche Zivilisation oder Religion es sich handelt, Gold hat auf den Menschen immer schon eine starke Anziehungskraft ausgeübt.”, so Modeschöpfer Paco Rabanne, der weiß, welche Zielgruppe Kunde für seinen so speziellen Goldbarren ist. Weiterlesen »

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Goldene Zeiten haben auch ein Ende

Persönliche Stellungsnahme (Martina Jäger) über ein KulturProjekt, welches für mich schon gar nicht mit einer Ausstellung endet oder sich mit dem glanzvollem Bilderzeigen allein beschäftigen soll. Die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden aus allen Kulturbranchen  ist mir wichtig.

Die Kombinationen von Gold mit Farben und Gold mit Materialien im Bezug zu paradoxen Sichtweisen und kontroversen Erscheinungen und Gedanken hat mich nicht nur gereizt, sondern ich halte das Thema für relevant im System der noch  bestehenden Wertschätzung einer gewinnsuchenden und materiell orientierten Welt. Weiterlesen »

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Sind wir auf dem rechten Auge blind?

Jedes Jahr werden durchschnittlich 20.000 rechtsextreme Straftaten in Deutschland begangen, davon sind 900 bis 1000 Gewalttate. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, da rechtsextreme Taten in Statistiken meist nicht als solche bezeichnet werden.

Der deutsche Anti-Rassismus-Verein ‘Aktion Courage’ stellte mindestens 70 gewaltsame Polizeiübergriffe auf Migranten fest, die sich zwischen 2000 und 2003 ereigneten. Laut Bericht wurden alle 70 Personen unverschuldet Opfer von Gewaltverbrechen und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen. In drei Fällen kam es zum Tod. Auch hier dürfte die Dunkelziffer weit aus höher sein, da die meisten Opfer aus Angst keine Anzeige erstatten. Im Herbst 2004 wurde ein farbiger beleidigt und geschlagen. Die Polizisten wurden freigesprochen – das Opfer wegen Beleidigung verurteilt. So ergeht es den meisten Migranten und Migrantinnen die sich wehren.

ADB:Wurden die Polizisten trotzdem verurteilt?
Charles B.: Nein, ich hatte keine Chance vor Gericht. Der Richter hat der Polizei geglaubt, aber mir nicht. Er fragte mich sogar in der Verhandlung, wie es sein könnte, dass ich Deutscher bin, obwohl ich schwarze Hautfarbe habe. Dass ich mich für meine deutsche Staatsangehörigkeit vor einem Richter rechtfertigen muss, zeigt wie weit der Rassismus in Deutschland verbreitet ist. Die Polizisten wurden freigesprochen und ich musste 150 Euro wegen einer Beleidigung zahlen, die ich nie gesagt hatte. Nur weil ein Polizist meinte, dass ich ihn vielleicht „*** oder so“ genannt hätte. Ein Afrikaner wird niemals Gerechtigkeit bekommen.

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Was haben die Banken mit der Eurokrise zu tun?

Unbemerkt von den Bürgern saß die Bundesregierung mit den Bankenlobbyisten zusammen an einem Tisch, um die Finanzmärkte zu retten. Die im Frühjahr 2003 gegründete Initiative “Initiative Finanzstandort Deutschland”(IFD) war nach eigenen Angaben für “alle Bereiche der deutschen Finanzwirtschaft” zuständig, bzw. wollten zuständig sein.

Die Initiative hatte folgende Mitglieder (ohne assoziierte):

Allianz, Dresdner Bank, BayernLB, Bundesministerium der Finanzen, Deutsche Bank, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Börse Group, DZ Bank, Deutsche Bundesbank, Morgan Stanley, Münchener Rück, HypoVereinsbank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, KfW Bankengruppe, Postbank, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
Seit 2011 ist die Initiative nicht mehr aktiv, Spuren im Internet wurden weitestgehend gelöscht.(1)!!!

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Gender studies

Die Gender Studies (in der deutschen Entsprechung selten auch als Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung bezeichnet) sind ein heterogenes Feld, in dem es um die wissenschaftliche Analyse der Entstehung, der Relevanz, der Geschichte und der Praxis der Geschlechterdifferenz geht.

Eine Richtung der Gender Studies beschäftigt sich mit den Unterschieden zwischen den sozial und kulturell konstruierten Geschlechtern. Eine andere und weiter verbreitete Richtung beschäftigt sich mit Prozessen der Unterscheidung von solchen Geschlechtern, die dazu führen, dass uns sozial meistens zwei Geschlechtsausprägungen gegenübertreten. Die Geschlechterforschung ist sowohl Kultur- als auch Sozialwissenschaft. Sie ist immer interdisziplinär. Vor allem in den Sozialwissenschaften werden in den Gender Studies die Beziehungen der Geschlechter untereinander untersucht. Geschlecht wird in diesem Zusammenhang als soziokulturelle Konstruktion verstanden (gender), die auch die Dimension Sexualität (sex) berücksichtigen muss. Gender meint also weniger das biologische, als eher das soziale Geschlecht. Weiterlesen »

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Die Lüge von der Systemrelevanz

Ein lesenwerter Artikel im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen von Albrecht Müller.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/euro-krise-die-luege-von-der-systemrelevanz-11537333.html

Albrecht Müller, Jahrgang 1938, war Leiter des Planungsstabs unter den Kanzlern Brandt und Schmidt. Heute ist er Herausgeber von www.NachDenkSeiten.de.

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